Prävention und Therapie von Halitosis
- Die Therapie besteht hauptsächlich in der Aufklärung des Patienten bezüglich der Ursache und Prävention von Halitosis und zielt ferner auf eine Reduktion der bakteriellen Belastung ab. Zahn- und Zungenreinigung sowie die Benutzung von Mundspülungen gelten als wirksame Therapiemassnahmen. Wie sich gezeigt hat, können antibakterielle Substanzen das Wachstum VSC-erzeugender Bakterien reduzieren (de Boever & Loesche 1995, Pratten et al. 2003, Outhouse et al. 2006)
- Die Größe des Einflusses der Zungenreinigung als alleinige Maßnahme gegen Halitosis wird zur Zeit noch widersprüchlich diskutiert (Danser et a. 2003, Haas et al. 2007, Outhouse et al. 2006, Pedrazzi et al. 2004, Quirynen et al. 2004, Seemann et al. 2001). Die Zunge ist jedoch die größte Retentionsstelle für geruchsbildende Bakterien im Mund. Daher ist es nahe liegend, dass die mechanische Entfernung des Zungenbelags integraler Bestandteil einer Halitosistherapie sein muss. A. Fillipi (Filippi 2009) empfiehlt für eine effektive Zungenreinigung daher den Einsatz eines Zungenreinigers in Kombination mit einem Wirkstoff enthaltenden Gel oder einer entsprechenden Paste.
Therapie und Prävention von Halitosis
- Mechanische Kontrolle der oralen Biofilme, z.B. Zungenreinigung, Interdentalreinigung, Zähneputzen
- Chemische Plaquekontrolle mit antibakteriellen Substanzen, u.a. regelmässige Verwendung antimikrobieller Zahnpasten und Mundspülungen, z.B. Chlorhexidindigluconat, Aminfluorid/Zinnfluorid, Triclosan, Wasserstoffperoxid, ätherische Öle, Neutralisation von VSC, z.B. durch Metallionen mit einer Affinität gegenüber Schwefelverbindungen
- Professionelle Parodontaltherapie (falls indiziert)
- Abklärung und Therapie möglicher systemischer Ursachen
- Bei Halitophobie Überweisung an einen klinischen Psychologen


