Diagnose von Halitosis
Der Zahnarzt ist häufig die erste Kontaktperson, die Halitosis diagnostiziert und behandelt. Auf der Basis von unterschiedlichen Mess- und Bewertungssystemen wurden verschiedene Diagnosemethoden entwickelt.
Methode
Organoleptische Methode
(„Goldstandard“)
Beschreibung
Subjektive Messung
Basiert auf dem getrennten Bewerten des Mundgeruchs durch den menschlichen Geruchssinn. Es wird der Atem aus Mund und Nase getrennt bewertet und verglichen.
Der Mundgeruch beim Atmen und Sprechen wird von einer kalibrierten Person anhand einer Bewertungsskala von 0-5 beurteilt (Entfernung Nase-Mund: 10 cm). Diese Methode ist für klinische Studien unerlässlich.
Für den Praxisalltag empfiehlt sich allerdings eine ja/nein- Entscheidung in Abhängigkeit vom Abstand zum Patienten (100, 30, 10 cm ergibt Grad 1, 2 bzw 3)
Tragbarer Sulfidmonitor,
z.B. Halimeter
Objektive Messung
Detektiert VSC mithilfe eines analytischen Geräts; kann die einzelnen Schwefelverbindungen aber nicht voneinander unterscheiden.
Höhere Affinität gegenüber Schwefelwasserstoff als gegenüber Dimethylsulfid.
Einfach durchführbar; detektiert allerdings keinen Mundgeruch, der durch Nicht-Schwefelverbindungen verursacht wird.
Kompakter Gaschromatograph,
z.B. OralChroma
Objektive Messung
Misst die Konzentrationen der drei wichtigsten VSC in einer Mundluftprobe (Schwefelwasserstoff, Methylmercaptan und Dimethylsulfid).
Eignet sich aufgrund der höheren technischen Komplexität und der Analysedauer von ca. 20 Minuten nur eingeschränkt für die routinemässige klinische Praxis.




