Wirkmechanismus von Zinkionen

  • Die Anti-VSC-Wirkung von Zinksalzen wurde mit dem Vorhandensein freier Zinkionen in Verbindung gebracht. Doch das Ausmaß der Dissoziation verschiedener Zinksalze steht in keinem direkten Zusammenhang mit der Anti-VSC-Wirkung.
  • Komplexsalze mit hoher Stabilitätskonstante liefern bei Auflösung in Wasser nur wenige freie Zinkionen, während Komplexsalze mit mit kleiner Stabilitätskonstante bei Auflösung in Wasser mehr freie Zinkionen liefern.
  • Eine Studie mit Pastillen, die Zinkacetat, Zinkgluconat, Zinkcitrat oder ein Aminosäurechelat von Zink (Stabilitätskonstanten variieren von sehr niedrig bis sehr hoch) enthielten, hat gezeigt, dass Zinksalze mit hoher Stabilitätskonstante eine ebenso starke Anti-VSC-Wirkung erzeugten wie Zinksalze mit niedriger Stabilitätskonstante (Rölla et al. 2002).
  • Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Reaktionsprodukte des Zinks mit den VSC stabiler sein müssen, als die eingesetzten Ausgangsverbindungen. Nach dem Schema ZnL1 + L2 -> ZnL2 + L1 verdrängen diese den ursprünglichen Liganden L1 am Zinkion und bilden entweder sehr stabile Komplexverbindungen oder aber schwerlösliche Festkörper wie das Zinksulfid (ZnS). Beide Arten von Verbindungen sind nicht flüchtig und damit geruchsneutral.