Wirkmechanismus von Zinkionen
In der Literatur werden verschiedene Wirkmechanismen für Zink diskutiert.
- Hauptsächlich die schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin dienen aneroben gramnegativen Bakterien als Substrat für die Produktion von VSC (hauptsächlich Schwefelwasserstoff und Methylmercaptan, Young et al. 2001).
- Es wird vermutet, dass Zink mit seiner Affinität gegenüber Schwefel die Oxidation von Thiolgruppen (-SH) katalysiert und auf diese Weise die Entstehung von VSC und deren Vorstufen hemmt (Wåler 1997a).
- Hauptsächlich bindet Zink aber die VSC direkt durch chemische Reaktion mit den Thiolgrupen und bildet so nichtflüchtige Feststoffe, die geruchsneutral sind.
- Durch den bakteriellen Abbau des Cysteins entsteht die VSC Schwefelwasserstoff. An den Oberflächen der Mundgewebe und Bakterien baut sich ein Zinkdepot auf. Der Schwefelwasserstoff diffundiert durch die Bakterienmembran und dissoziiert teilweise in Wasserstoffionen und Sulfidionen.


